Kennt ihr das auch, wenn in den unpassendsten Momenten die unpassendsten Dinge geschehen? Das sind dann einfach Sachen, die einfach nicht passieren dürften, aber trotzdem auf den Tag warten, an dem sowieso nichts vernünftig läuft? Eine kleine aber ziemlich “lange” Anekdote aus mein Leben. Ach und bevor es losgeht, der Zeitwechsel ist natürlich ein stilistisches Mittel.
An einer Tafel im Lothar-Meyer-Gymnasium Varel steht das Datum, der 24. August 2009. Es ist 16 Uhr. Die Schülermassen drängen sich in den ersten Bus und fahren damit bis zur Arngaster Straße, “Da, wo wir umsteigen müssen”. Es ist schon so eine chaotische Angelegenheit, wenn Busnoobs und die alten Haasen, alle zugleich aus dem Bus geschmissen werden dort dann stehen und nach der passenden Weiterfahrmöglichkeit Ausschau halten. So verteilen wir uns also auf die entsprechenden Busse, die uns in unser Kaff fahren. “Der Zeteler kommt in ein paar Minuten” sagte der Busfahrer noch. Aber hey, die anderen steigen alle in den anderen Bus ein – schnell hinterher! Man muss den anderen schließlich auch sagen, dass sie den falschen Bus nehmen, der sie nämlich noch durch das halbe Friesland fährt, so ein Kameradenschwein bin ich schließlich nicht. Naja gut, sie hören nicht und von einem Älteren heißt es noch “Was machst du denn in diesem Bus?!” Ein Mitschüler und ich steigen schließlich noch aus.
Als dann auch nach 10 Minuten kein Bus kam, sind wir dann doch stutzig geworden. Mangels Mobiltelefone, entschlossen wir uns panisch und verunsichert zurück zum nähesten Anhaltspunkt zu laufen, dem Bahnhof Varel. Wie ist der Zufall so will, war dieses verdammte, pinkfarbene Münztelefon nicht dazu in der Lage, das zu tun, wofür es geschaffen war: Münzen annehmen. Unser einziges Glück an dem Tag war wohl die Frau bei der Information, die uns die Möglichkeit gab, mit dem dortigen Telefon zuhause anzurufen. Ah, Erleichterung, geschafft. Also doch nicht den 17.10-Bus nehmen, der viel zu spät wäre…
Murphy’s Law
Anything that can go wrong, will go wrong.
So saßen wir also am Bahnhof und warteten auf den Vater meines Freundes. 20 Minuten brauchte man schon nach Varel, und auch nach einer halben Stunde hatte ich nicht die Hoffnung aufgegeben, noch pünktlich zum Klavierunterricht (17.15) zu kommen. Doch das sehnlichst erwartete graue Auto erschien einfach nicht. Das war mir einfach zu lange. Ich rief also mithilfe des Handys einer Passantin meine Mutter an und bat sie, mich abzuholen. Drei Minuten später: “Da kommt mein Vater!”. Yaaaaay. [Er hatte sich am Telefon verhört und hatte uns deshalb nicht gefunden]. Wie geplant mitfahren, konnte ich ja nicht, weil meine Mutter ja bereits auf dem Weg war. Also bin ich einfach dort geblieben, und sie kam dann auch. Gut, immerhin verpasste ich nicht das Tischtennistraining. Es war mittlerweile nämlich 17.40 Uhr. Also kam ich kurz nach sechs in Zetel an. Wenn wir bloß den – zunächst als vollkommen unangebracht abgestempelten – 17.10er genommen hätten.
Und die Moral der Geschicht’: Folge dem Gruppenzwang. Oder auch: Schau zwischendurch mal in deine Tasche. Denn ich hatte doch ein Handy dabei. Ironie. Hahaha. Ich lach mich weg. Um es nerdig auszudrücken:
Busfahr-Fail!
Bis bald und… ach was, lassen wir den Scheiß.


Hendrik
on Aug 25th, 2009
@ 18:51:
Noooob.