Heute ist Mittwoch, der 24. Juni 2009 und es war mein letzter Schultag an der Außenstelle des Lothar-Meyer-Gymnasiums in Zetel. Ab dem nächsten Schuljahr werde ich dann in Varel zur Schule gehen. Weil einige Schüler unsere Klasse verlassen werden ging es heute ziemlich sentimental zu. Das hat nun auch mich ergriffen.
Was liegt denn nun hinter mir? Auf den ersten Blick bin ich während 4 Jahren in 3 unterschiedlichen Klasse gewesen. Aber nicht nur das. In diesen vier chaotischen Jahren habe ich so viele unglaublich wertvolle Erfahrungen gemacht.
Ich weiß noch genau, wie meine ersten Jahre am Gymnasium waren. Ich fühlte mich so erwachsen: Wir mussten die Lehrer siezen, in jedem Fach gab es unzählige Fachworte, der Unterricht forderte, das Gebäude war (im Vergleich zur Grundschule…) groß, man verbrachte Nachmittage auch mal in der Schule. Es war aber nicht nur die Schule, die mich so beindruckte.
Es kristallisierten sich erstmals Gesellschaften, in denen es die erfolgreichen und die weniger erfolgreichen Leute gab. Noten sind eben doch nicht alles. Wohl gefühlt habe ich mich nicht immer. Lange Phasen der Einsamkeit umgaben mich, die mich zu den Zeitpunkten auch oftmals gestört haben. Das Leben gibt einem Hochs und Tiefs, die es zu genießen und zu bewältigen gibt. Manchmal gilt es jedoch die Tiefs zu genießen. Wenn man ein wenig Zeit für sich hat, findet man immer etwas, über das man nachdenken kann. So lässt sich auch daraus etwas gewinnen. Dies gehört zu meinen gewonnenen Erkenntnissen.
In dieser gesamten Zeit habe ich so einige “gute” und “schlechte” Menschen kennengelernt, denen ich meinen Charakter verdanke. Ohne sie hätte ich nicht mein aktuelles vielseitiges Selbstbild. Aber vor allem möchte ich meinen wenigen wahren Freunde danken die mir mehr bedeuten, als sie womöglich denken. Ich kann heute behaupten, dass ich diese Zeit ohne sie wohl kaum heil überstanden hätte :)
Hiermit möchte ich mich wirklich herzlichst bei dieser Schule bedanken, die mich bei einem weiteren wichtigen Stück meines Weges begleitet hat. Ich bin glücklich.
Dies ist ein weiterer Artikel, der aus einer Laune herraus entstanden ist. Auch wenn solche mich im Nachhinein auch frusten, weil sie unpassend werden, tut das Schreiben gut. Schöne Sommerferien!
